Dienstag, 6. Dezember 2016

Steinmann Wacholder

Steinmann Wacholder
32 vol%, aus der Brennerei B. Steinmann, Laer Bez. Münster, vermutlich Borgweg 1, 48366 Laer

Das Etikett verrät ja nicht viel. Seit 1865 … steht da drauf und L66. Wofür mag L66 stehen? Vielleicht ist es das Jahr, in dem dieses wundervolle Etikett geschaffen wurde. Ich hätte es ja in die 50er Jahre datiert. Es ist gerade zu prachtvoll, wie sich ein altes Etikett bis in unsere Zeiten erhalten hat. Und es ist so schön, so perfekt gestaltet, dass es in meiner Top 3 der allerschönsten Etiketten aufsteigt. Vielleicht gebührt dem Steinmann Etikett sogar Platz Eins. Ich bin auf jeden Fall stark beeindruckt: Teufelskralle auf grünem Grund, das Pinnchen vor Qualen rufend. Die Wirkung des Wacholder erscheint gefährlich.

Wir trinken diesen Wacholder kühlschrankkalt, später nochmal zimmertemperiert.

Farbe: klar
Aroma:fruchtig, mit ein bisschen Klebergeruch, schwach fruchtig, mild
Geschmack: leicht brennend, Wacholder – logisch! Und Kräuter, süßlich, leicht sahnig, Nachbrenner, flammt auf
Abgang: mild, bleibt aber lange präsent, bittersüß im Rachen, hält sehr lange an
Fazit: angenehm mild mit gewisser Würze, hat allerdings nur schwache 32 %vol, was ihn ein wenig verwässert, ist ja eigentlich auch ein Gin, nur keiner, der irgendwie parfümiert rüber kommt. So wie wir im Münsterland einen Wacholder erwarten: Ohne Schnick Schnack mit langem Abgang. Aber am schönsten ist doch das Etikett. Ungekühlt schmeckt doch besser.

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